Erste Getreidemühlen in zwei Dörfern installiert

Durch die große Spendenbereitschaft in Ludwigsburg, kamen so viele Mittel zusammen, dass mit einem Pilotvorhaben in zwei Dörfern begonnen werden konnten. Ausgewählt wurden Kiella und Sankonde, zwei der Dörfer, die zu Kongoussi gehören und in denen etwa 2.400 Menschen leben. Sie wurden im Rahmen der kommunalen Klimapartnerschaft mit solar betriebenen Brunnen und Latrinen ausgestattet. In den Dörfern musste ein Grundstück bereitgestellt, eine Frauenkooperative gebildet und vor allem ein Mühlenhaus errichtet werden, um die wertvolle Mühle, den Generator und das Mehl zu schützen. Beide Dörfer haben das innerhalb weniger Wochen, unterstützt von unserem Kooperationspartner vor Ort, AZND, geschafft. Und so konnten kurz vor Weihnachten die Mühlen und die Motoren geliefert, installiert und in Betrieb genommen werden. Die Delegation aus Ludwigsburg mit Oberbürgermeister Werner Spec und mit unseren Vorstandsmitgliedern Anke Wiest und Dr. Uwe Kalmer konnten die Mühlen Anfang Januar 2018 einweihen. Dabei trafen sie auf eine dankbare Dorfbevölkerung und vor allem gut organisierte Frauen, die bereits einen Businessplan entwickelt haben, wie sie den dauerhaften Betrieb, also auch die Unterhaltung der Mühlenhäuser absichern können. Für die Frauen ist das nicht nur eine unglaubliche Erleichterung bei der täglichen Arbeit, sondern für die in der Kooperative aktiven Frauen auch die Möglichkeit etwas Geld für die Bildung ihrer Kinder zu verdienen.

Für ein Mühlenhaus mit einer robusten Getreidemühle, dem erforderlichen Dieselaggregat, dem Transport, der Schulung der Frauen und anderer Nebenkosten sind insgesamt etwa  6.000,- € erforderlich.

Der Förderkreis beantragt jetzt über das Programm NAKOPA eine Unterstützung bei Engagement Global, einer Einrichtung des Bundes zur Entwicklungszusammenarbeit. Der Antrag umfasst Getreidemühlen für die Frauen sieben weiterer Dörfer. Wenn Engagement Global das Vorhaben mit bis zu 75% fördert und noch einige  Spenden zusammenkommen, können auch diese Dörfer, in denen rund 12.000 Menschen leben, noch in diesem Jahr unterstützt werden.

 

 

 

 

Getreidemühlen für Burkina Faso

Ende Oktober 2016 reiste eine Delegation aus Ludwigsburg nach Burkina Faso. Die Delegation bestand aus dem Vorsitzenden des Förderkreises Konrad Seigfried, der Städtepartnerschaftsbeauftragten Christine Süß und dem neuen Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik Saliou Gueye. Bei den Besuchen in den Dörfern wurde die große Not der Frauen deutlich. Wasser muss von weit entfernten Brunnen geholt werden. Die Felder sind wenig fruchtbar und die Hirse, das Hauptnahrungsmittel, wird mühsam mit Steinen gemahlen. Daher hat der Förderkreis sich per Vorstandsbeschluss zum Ziel gesetzt die Arbeit der Frauen in bis zu neun Dörfern, die zu Kongoussi gehören, durch den Kauf von Getreidemühlen zu erleichtern. Diese neun Dörfer sind entweder Dörfer, die im Rahmen der Klimapartnerschaft mit Solarbrunnen ausgestattet werden oder sich an der Baumpflanzaktion zum Schutz des Bamsees beteiligt haben.

Am 31. Januar 2017 fand ein Pressegespräch statt, das den Auftakt bildet für eine gezielte Spendenaktion, die der Förderkreis in den nächsten Monaten durchführen will. Da eine Getreidemühle mit Lieferung und Aufbau hohe Kosten bedeutet, ist das für den Förderkreis ein herausforderndes Projekt.

Es sind bereits Spenden von Privatpersonen und der Osterholzschule eingegangen.

Der Vorstand unseres Förderkreises freut sich sehr, wenn Sie unsere Aktion durch die weitere Verbreitung des Aufrufs unterstützen.