Burkina Faso - Land und Leute

Burkina Faso ist eine ehemals französische Kolonie in Westafrika. Es grenzt nördlich an Sahara Ausläuferregionen und den Staat  Mali. Bis zur Unabhängigkeit Burkina Fasos im Jahre 1960 hieß der Staat Obervolta, benannt nach dem größten Fluss.  Die 19 Millionen Einwohner des Staates gehören 60 unterschiedlichen ethnischen Gruppierungen an, deren Zusammenleben sich durch ein vergleichsweise friedliches Miteinander auszeichnet. Neben der Amtssprache Französisch beherrschen viele Einwohner Burkinas Mooré, die Sprache der Mossi, der größten Ethnie in der Region um die Hauptstadt Ouagadougou.

 

Ins Deutsche übersetzt lautet der Name Burkina Faso: Das Land der ehrenwerten Menschen. Eine reiche Kulturszene spiegelt sich in einem originellen Theaterwesen und den alle zwei Jahre stattfindenden panafrikanischen Filmfestspielen FESPACO in Ouagadougou wieder. Der Mangel an Rohstoffen und die geografische Lage als Binnenstaat ohne Zugang zum Meer sind Faktoren, die erklären, warum Burkina Faso zu den zehn ärmsten Ländern (least developed countries) weltweit gehört. Exportartikel sind hauptsächlich Baumwolle und Erdnüsse.

 

Kongoussi

Die Départementhauptstadt, umgeben von 56 Dörfern sowie dem Bam See, liegt inmitten ländlichen, kargen Sahelgebietes in der nördlichen burkinischen Region Bam und zählt incl. der Dörfer über 80.000 Einwohner. Kongoussi wurde 2006 in ein trinationales städtepartnerschaftliches Netzwerk mit Ludwigsburg und Montbéliard (F) aufgenommen. Die beiden europäischen Partner sahen es als Gebot der Stunde, einen konkreten Schritt zur Armutsbekämpfung zu unternehmen und im Geiste der Bedeutsamkeit von Städtepartnerschaften im 21. Jahrhundert neue humanitäre Akzente zu setzen.